Autorin: Anita Geret, Redaktion grünlinks

Das Kunstmuseum-Siegerprojekt Eiger sieht die Sanierung des historischen Stettlerbaus und die Erstellung eines Ersatzneubaus für den Atelier-5-Bau vor. Dazu kommt die Sanierung des Gebäudes an der Hodlerstrasse 6. Von den Gesamtkosten für die Sanierung und Erneuerung  übernehmen Private, Stiftungen, die Wirtschaft und der Lotteriefonds 45 Prozent. Darin enthalten sind auch 30 Millionen Franken von Mäzen Hansjörg Wyss und fünf Millionen Franken der Bernburger. Auf Anregung von Wyss soll auch noch eine Teilverkehrsberuhigung und Aufenthaltsaufwertung an der Hodlerstrasse dazukommen.

Visualisierung Kunstmuseum Bern (Rendering Siegerprojekt «Eiger»: Blick vom Waisenhausplatz / Visualisierung: Studio Blomen © Schmidlin Architekten)

Grossrat Samuel Krähenbühl (SVP, Unterlangenegg) hat zusammen mit Grossratskolleg*innen von der GLP und EDU das Referendum “NEIN zum Millionenkredit” lanciert. Das Komitee behauptet, 81 Millionen Steuergelder an dieses Projekt seien ein Luxus, den sich der Kanton nicht leisten dürfe. Krähenbühl ist überzeugt, dass in Unterlangenegg sehr viel mehr Menschen selbst aktiv kulturell tätig seien, als in der Stadt Bern: Zahlreiche Vereine wie Musikgesellschaften, Trachtengruppe oder Jodlerklub würden das kulturelle Leben ohne Subventionen des Steuerzahlers bereichern. Auch wenn Jodeln nicht zu verachten ist, so ist ein wuchtiges Ja zur Sanierung und Erneuerung des Kunstmuseums Bern definitiv fällig. Denn: Trotz des Referendums der sparwütigen bürgerlichen Kantonspolitiker*innen verdient die Stadt Bern ein Kunstmuseum, das ihr gerecht wird!

Ausserdem: Ja zum städtischen Beitrag von 40 Millionen Franken an die Gesamtsanierung des Bernischen Historischen Museums

Das Bernische Historische Museum wurde Ende des 19. Jahrhunderts eröffnet. Nun muss das schlossartige Haupthaus dringend saniert werden. Auch die langjährigen Ausstellungen sind veraltet. Die Gesamtsanierung kostet 120 Millionen Franken. Der Kanton, die Stadt und die Burgergemeinde Bern übernehmen je einen Drittel des Betrags. Mit einem Ja am 14. Juni zu dieser Vorlage können wir den vom Stadtrat bereits gutgeheissenen städtischen Beitrag genehmigen.