Allmenden für alle: Alle für die Allmenden
Im Rahmen der «Neuordnung Allmenden» will der Gemeinderat die Kleine und die Grosse Allmend umgestalten. Aktuell läuft die öffentliche Mitwirkung, in der das GB zusammen mit dem Komitee «Berner Allmenden für Alle» eine klare Position vertritt: Die Allmenden sollen Orte sein, die für die Bevölkerung als grüne Naherholungsgebiete frei zugänglich und für vielfältige Nutzungen zur Verfügung stehen. Keinen Platz hat es für Privatisierung, Kommerz und Autoverkehr.
Autor*in: Anna Leissing, Co-Präsidentin und Stadträtin GB
In Bern sind Flächen zur freien Nutzung rar. Der Druck auf die Berner Allmenden im Nordosten der Stadt ist daher hoch: Der Bund will den Autobahnanschluss Wankdorf weiterhin massiv vergrössern und einen Grossteil des Waldes auf der Allmend einer «Eventstrasse» opfern. YB plant exklusive Trainingsfelder gegenüber des Wankdorfstadions, die dem Profifussball vorbehalten sind. Und im Stadion selbst plant die Eigentümerschaft, allen voran die UBS, eine Erweiterung der kommerziellen Nutzung, und dafür unter der Grossen Allmend ein völlig überdimensioniertes Parkhaus.
Aus Sorge vor diesen Entwicklungen hat das GB zusammen mit weiteren Parteien, Vereinen und Gruppierungen das Komitee «Berner Allmenden für Alle» gegründet. Dieses Komitee ist Anfang 2026 erstmals mit dem Manifest «Berner Allmenden für Alle: Alle für die Allmenden» an die Öffentlichkeit getreten. Die Allmenden sollen geschützt und so gestaltet werden, dass sie von allen als Naherholungsgebiet genutzt werden können. Es braucht eine vielfältigere Gestaltung und mehr Biodiversität. Was es nicht braucht sind Privatisierung, Kommerz und Autoverkehr, wie sie durch die «Eventstrasse», das UBS-Parkhaus und die exklusiven YB-Felder vorgesehen sind. Diese Partikularinteressen stehen im diametralen Widerspruch zur ursprünglichen Idee der Allmenden: Orte, die der Bevölkerung frei zugänglich zur Verfügung stehen und gemeinsam genutzt werden.
Mit dem Komitee «Berner Allmenden für Alle» sind wir gut aufgestellt, diese Positionen mit Nachdruck in die Mitwirkung einzubringen, die noch bis Ende Februar läuft. Auch im weiteren politischen Prozess werden wir uns für den Schutz der Allmenden und eine vielfältige und breit zugängliche Nutzung stark machen.
Unterstütze uns dabei, unterzeichne das Manifest und sag es weiter! Gemeinsam können wir die Berner Allmenden vor Privatisierung, Kommerz und Autoverkehr schützen.