Medienmitteilung: Ja zur Entlastung des öffentlichen Raums
Das Grüne Bündnis (GB) und die Junge Alternative (JA!) äussern sich positiv zum Car- und Reisebuskonzept und zur Parkkartenverordnung. In ihren Stellungnahmen zu den beiden Vernehmlassungsvorlagen begrüssen das GB und die JA! die Stossrichtung beider Vorhaben und regen punktuelle Anpassungen an.
Car- und Reisebuskonzept: Ja zu Gebühren, nein zu Car-Verkehr in der Innenstadt
Cars und Reisebusse besetzen viel öffentlichen Raum beim Parkieren. Das GB und die JA! befürworten deshalb die vom Gemeinderat vorgeschlagene Einführung von Parkierungsgebühren. Cars und Reisebusse ersetzen teilweise den Flugverkehr, aber sie belasten die Innenstadt. Für Cars und Reisebusse steht der Terminal Neufeld zur Verfügung. Dieser soll vermehrt genutzt werden. Car- und Reisebushalteplätze sollen grundsätzlich auf gut erreichbare Orte wie dem Neufeld oder dem Wankdorf geleitet werden, so dass Car-Reisende mit dem ÖV in die Innenstadt fahren können. Der Gemeinderat plant, neue Halteplätze im Wankdorf einzurichten. GB und JA! begrüssen diese Vorhaben und beantragen, dasssämtliche Park- und Halteplätze im UNESCO-Perimeter aufgehoben werden und in der Innenstadt keine Ein- und Ausladeplätze bestehen bleiben.
Hier finden Sie die ganze GB-Mitwirkungsantwort zum Reisebuskonzept.
Revision Parkkartenverordnung: Ja zur Verschärfung der Bezugskriterien
Der Gemeinderat schlägt vor, die Bezugskriterien für Parkkarten anzupassen, um das Überangebot an Parkplätzen zu beheben und den öffentlichen Raum zu entlasten. Anwohnenden-Parkkarten sollen nur noch an Anwohnende abgegeben werden, die nachweisen, dass sie keinen privaten Parkplatz zur Verfügung haben. Für Fahrzeuge der Kategorie «Wohnwagen» sollen keine Parkkarten mehr ausgestellt werden. Das GB und die JA! stimmen dieser Stossrichtung zu, fordern aber einige Verschärfungen: So soll nur noch eine Parkkarte pro Haushalt abgegeben werden. In Bern besitzt die Mehrheit der Haushalte kein Auto und es gibt verschiedene Modelle, Autos zu teilen. Haushalte mit mehreren Autos können die Parkierung privat organisieren. Auch Gewerbe-Parkkarten sollen auf zwei limitiert werden. Gewerbe mit vielen Autos sollen Parkplätze privat organisieren.
Weiter fordern das GB und die JA! eine Gewichtsobergrenze bei der Ausgabe von Parkkarten: Schwere Autos sind in der Regel zu breit für die Parkplätze und erschweren die Durchfahrt, z.B. für die Kehrichtentsorgung. Ausserdem belasten sie den öffentlichen Raum besonders stark. Für Fahrzeuge mit emissionsfreier Antriebstechnik sollen eigene Gewichtsobergrenzen definiert werden.
Aus Sicht des GB und der JA! sind sowohl die Einführung eines Car- und Reisebuskonzepts als auch die Anpassung der Parkkartenverordnung zu begrüssen, denn beide Vorlagen leisten einen Beitrag zur Reduktion des motorisierten Verkehrs und zur Entlastung des öffentlichen Raums – und damit zu einer besseren Lebensqualität in der Stadt Bern.
Hier finden Sie die ganze GB-Vernehmlassungsantwort zur Parkkartenverordnung.