Mit dem heute vorgestellten Mahlzeitenmodell „Vielfalt“ erfüllt der Gemeinderat verschiedene Forderungen der GB-Stadträtinnen rund um die Essensproduktion in der familienergänzenden Kinderbetreuung. Das Grüne Bündnis ist erfreut über diese Lösung und zuversichtlich, dass diese auch weitere von der Fraktion vorgeschlagene Entwicklungen hin zu einer nachhaltigen und sozialen Mahlzeitenproduktion ermöglicht.

Das Grüne Bündnis begrüsst den Entscheid des Gemeinderates, dass das Essen für Berner Tagesschulen hauptsächlich in Bern produziert werden soll. Die Stadtratsfraktion GB/JA! hat sich vor Jahresfrist mit einem Vorstosspaket zu den Mahlzeiten (Vorstoss 1, Vorstoss 2, Vorstoss 3) für eine kindgerechte, ökologische und auch sozial nachhaltige Ernährung der Berner Kinder ausgesprochen. Das heute vom Gemeinderat vorgestellte Modell „Vielfalt“ entspricht weitgehend diesen Forderungen. Die dem Modell zugrunde liegende Evaluation des Cateringpilotprojekts gibt dem GB recht: Die eigene Produktion in Schul- und Quartierküchen ist dem flächendeckenden Catering in fast allen Aspekten überlegen.
Die angestrebte lokale Mahlzeitenproduktion in den Schulen und Quartieren bringt das Essen zu den Kindern. Dass die Stadt selber die Verantwortung für die Produktion übernehmen will, erlaubt Arbeitsintegrationsplätze und Ausbildungsplätze für Erwachsene anzubieten, wie sie die Fraktion GB/JA! gefordert hatte. Auch die in Aussicht gestellten Ernährungsrichtlinien nehmen eine GB-Forderung nach pädagogischen Kriterien rund ums Essen in der familienergänzenden Kinderbetreuung auf. Nun geht es darum, die weiteren Forderungen des Vorstosspakets umzusetzen: Das gemeinderätliche Modell „Vielfalt“ setzt sich zum Ziel, die Wertschöpfung in der Region Bern zu erzielen und bietet somit beste Voraussetzungen, auch die Rohstoffe aus lokaler Produktion zu beziehen. Die Zusammenarbeit mit einer Genossenschaft wie der Lausanner „Plateforme bio“ würde sich dazu anbieten und soll geprüft werden. Ebenso werden die anstehenden Schulraumprojekte die Chance bieten, moderne, ökologische Quartierküchen zu erschaffen, so dass das Zürcher Catering nach einer Übergangsphase Geschichte sein sollte.