Das Grüne Bündnis (GB) und die Junge Alternative (JA!) bedanken sich für die Möglichkeit, sich im Rahmen der öffentlichen Vernehmlassung zum Konzept «Car- und Reisebusregime in der Stadt Bern» einzubringen. Gerne lassen wir Ihnen im Folgenden unsere Stellungnahme zukommen und bitten um die wohlwollende Aufnahme unserer Ideen.

Grundsätzliches

Das GB und die JA! begrüssen die Ausarbeitung eines Konzepts zum Umgang mit dem Car- und Reisebusverkehr. Die heutige Situation mit Gratisparkplätzen von unterschiedlicher Nutzungsdauer ist unbefriedigend. Reisebusse besetzen wegen ihrer Grösse viel öffentlichen Raum beim Parkieren, deshalb ist es legitim, Parkierungsgebühren zu erheben.

Wir anerkennen, dass der Reisebusverkehr eine vergleichsweise gute Ökobilanz hat und teilweise den Flugverkehr ersetzt. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass sich Bern in erster Linie auf den öffentlichen und den Langsamverkehr ausrichten soll – aus ökologischen Gründen und aus Gründen der Lebensqualität. Aus diesem Grund schlagen wir vor, die vorgesehenen Halteplätze in der Altstadt zu reduzieren.

Zu den einzelnen Etappen:

Erste Etappe

3.2.1

Wir begrüssen die Erhebung von Gebühren für die Parkierung von Car- und Reisebussen. Ebenfalls sinnvoll ist, dass die Bewilligung im Voraus online gebucht werden muss und spontan nur noch im Terminal parkiert werden darf.

3.2.2

Laut Konzept sollen, mit drei Ausnahmen am Rand, in der Innenstadt nur noch Carhalteplätze zur Verfügung gestellt werden. Wir stellen uns die Frage, ob die Carhalte- und Parkplätze mit online-Buchungssystem nicht zu einem höheren Verkehrsaufkommen führen. Die Busse müssen gleichwohl zum Parkplatz und wieder wegfahren, der Verkehr in der Innenstadt wird so nicht reduziert. Durch das Buchungssystem können die Halteplätze maximal ausgenutzt werden, was zu mehr Carfahrten, welche die Halteplätze ansteuern, führen kann. Wir beantragen deshalb eine Streichung sämtlicher Parkplätze und Halteplätze im UNESCO Perimeter.

Neue Carhalteplätze im Wankdorf begrüssen wir, der Reiseverkehr sollte möglichst dezentral geregelt werden und nicht die Innenstadt belasten.

3.2.3

Keine Anmerkungen

3.2.4

Ein Monitoring ist wichtig, da momentan noch keine Daten vorhanden sind über die aktuellen Zahlen. Nur so können weitere Massnahmen, sinnvoll umgesetzt werden.

Zweite Etappe

3.3.1

In der Innenstadt sollten weder Ein- noch Ausladeplätze bestehen. Ziel sollte es sein, den Busverkehr über die gut erreichbaren Aussenplätze wie das Neufeld und Wankdorf zu leiten. Diese Terminals sind gut durch den ÖV mit der Innenstadt verbunden und ermöglichen einen einfachen Zugang in die Innenstadt.

3.3.2

Eine Konzentration auf das Terminal erscheint sinnvoll. Auch das Ziel, dass das Terminal von den Car- und Reisebusunternehmen favorisiert wird, indem preisliche Anreize und klare Regelungen steuern, wann ausserhalb des Terminals parkiert werden darf, unterstützen wir.

3.3.3

Laut Konzept sollten mehr Parkplätze im Terminal zur Verfügung stehen. Im Text und der Karte werden 6 Parkplätze und 8 Halteplätze erwähnt. Da aber bereits 6 Parkplätze bestehen, würde das keinen Ausbau der Kapazitäten bedeuten.

3.4

Keine Anmerkungen

3.5

Eine App sollte möglichst barrierefrei konzipiert sein.

3.6

Keine Anmerkungen