Medienmitteilung: Jahresrechnung 2025 im Plus – Bern kann und muss sich eine nachhaltige Finanzpolitik leisten
Budgetiert war ein Defizit von fast 30 Millionen Franken, nun schliesst die Rechnung 2025 mit einem Plus von 1,7 Millionen Franken, dank erneut hohen Steuereinnahmen. Dies zeigt: Die wachsende Stadt steht finanziell gut da und kann sich eine nachhaltige Finanzpolitik leisten. Das Grüne Bündnis (GB) ist deshalb überzeugt: Die Stadt Bern muss mehr in die Bekämpfung der Klimakrise und in die soziale Sicherheit investieren.
Die Zahlen sind erfreulich: Ein Plus von 1.7 Millionen Franken statt einem budgetierten Defizit von fast 30 Millionen Franken dank hohen Steuereinnahmen, rekordhohe Investitionen von fast 160 Millionen Franken, eine stabile finanzpolitische Reserve von über 96 Millionen Franken, ein vertretbarer Bruttoverschuldungsanteil von 132%: Das Grüne Bündnis nimmt die Jahresrechnung 2025 erfreut zur Kenntnis. «Die Stadtberner Finanzen werden fälschlicherweise seit Jahren schlecht geredet. Die hohen Steuereinnahmen beweisen aber, dass die Stadt Bern ein attraktiver Wohn- und Arbeitsort ist», kommentiert Katharina Gallizzi, GB-Stadträtin und Vize-Präsidentin der Finanzkommission (FIKO). Für das GB ist klar: «Wir brauchen jetzt eine nachhaltige, heisst bedarfsorientierte, Finanzpolitik, damit Bern lebenswert bleibt».
Nachhaltige Finanzpolitik: Investitionen in Klimamassnahmen sind zentral
Die Stadt hat in den letzten Jahren hohe Investitionen getätigt. Gründe dafür sind vernachlässigtes Sanieren in den Nullerjahren, mehr Schulraumbedarf und grosse Sanierungen im Bereich der Eis- und Wasseranlagen. Wenig investiert wurde aber in die Klimawende. Das Grüne Bündnis fordert, Investitionen in den Klimaschutz endlich zu priorisieren. Energetische Sanierungen, die Förderung von Solarenergie und der Ersatz von Öl- und Gasheizungen müssen forciert werden. Um diese Ziele zu verwirklichen, hat das Grüne Bündnis zusammen mit anderen Parteien und Umweltorganisationen 2024 die Klimagerechtigkeitsinitiative lanciert. Die Finanzierung der Klimamassnahmen soll damit gesichert und die Kosten sollen gerecht verteilt werden, indem die bezahlen, welche die grössten Klimaschäden verursachen.
Nachhaltige Finanzpolitik: Die Stadt Bern muss in soziale Sicherheit investieren
«Eine nachhaltige Finanzpolitik heisst auch, Massnahmen zu finanzieren, die Schutz vor Armut oder Linderung der Armutsfolgen bieten: Ob Lernbegleitung für Schulkinder, die sich keine teure Nachhilfe leisten können oder Betreuungsgutsprachen für ältere Menschen mit wenig Geld, Freizeitangebote für Kinder oder Wohn- und Obdachlosenhilfe – in der Stadt Bern sollen alle Menschen Unterstützung finden», ergänzt Anna Leissing, GB-Stadträtin und Co-Präsidentin.
Die Jahresrechnung 2025 zeigt, Bern kann die Herausforderungen der Zeit meistern und finanzpolitische Weichen zur Bekämpfung der Klimakrise und der steigenden Armut stellen.