Motion: (GB/JA!, AL/PdA/TiF): Biodiversität im Siedlungsgebiet fördern
Nora Joos (JA!), Mirjam Läderach (GB), Katharina Gallizzi (GB)
Auftrag:
Der Gemeinderat wird aufgefordert:
- Eine Planung mit Terminierung und Kostenberechnung für Biodiversitäts- und Klimamassnahmen in Aussenräumen von städtischen und privaten Liegenschaften vorzulegen.
- Folgende Inhalte sind unteranderem vorzusehen:
- Planung mit Kostenberechnung und Etappierung der Ökologischen Aufwertung der Aussenräume von städtischen Wohnliegenschaften
- Ausbildung der Zuständigen für die Pflege der Aussenräume
- Die Bewohnende bei der Gestaltung, Weiterentwicklung und Pflege von Aussenräumen einbeziehen
- Sensibilisierung und Beratungsangebote für Immobilienbesitzende für die Förderung von naturnahen Lebensräumen, Entsiegelung und Begrünung
- Weiterführung und weiterer Aufbau des Labels «BiodiversitätsGarten»
- Grundstückeigentümer*innen und Immobilienbewirtschaftende für eine Partnerschaft mit eigenen Zielen gewinnen
- Erstellen von Zielbildern und Merkblättern zu Nutzung und Pflege für jeden naturnahen Lebensraum im öffentlichen Raum
Begründung:
Aktuell sind viele private und städtische Wohnliegenschaften geprägt von monotonen Aussenräumen. Der Wunsch nach vielfältig nutzbaren und diversen Aussenräumen besteht vielerorts sowohl von Seiten Mietenden wie auch von den Immobilienbesitzenden. Gut umgesetzte partizipative Wohnumfeldaufwertungen fördern die Gemeinschaft und stärken die Nachbarschaft. Für ein gutes Gelingen benötigt es eine Koordination zwischen Verwaltung, Eigentümerinnen und Nutzenden. Die Planung, Umsetzung und Pflege von biodiversitätsarmen Abstandsgrün hin zu einem ansprechenden Wohnumfeld mit artenreichen Standorten benötigt Begleitung und Beratung von Fachleuten. Erfahrungswerte müssen gesammelt werden und ein Netzwerk aufgebaut.
Bereits im Rahmen der normalen Pflege- und Unterhaltsbudgets sind Aufwertungen möglich. Mehr für die Biodiversität kann jedoch erreicht werden, wenn Mittel für Umgestaltungen zur Verfügung stehen. Damit Aufwertungen in städtischen Aussenräumen umgesetzt werden, braucht es die entsprechende Planung dazu, Die Stadt sollte Vorbild sein, Das sensibilisiert und motiviert auch private Verwaltungen und Eigentümer.
Damit zukünftig auf städtischem und privatem Grund die Artenvielfalt im Sinne des neuen Biodivertätskonzepts gefördert werden kann, sind zusätzliche Investitionen erforderlich. Auch vielversprechende Ansätze wie die Knüpfung von Partnerschaften mit grossen Immobilienbesitzenden oder -verwaltungen sowie der Einbezug der Bewohnenden und Nutzenden in die Gestaltung und Pflege des Aussenraums sollen gezielt gefördert und weiter intensiviert werden.
Nora Joos
Mirjam Läderach