Medienmitteilung: Das GB und die JA! begrüssen das Reformprojekt Quartiermitwirkung, fordern aber mehr niederschwellige Partizipationsmöglichkeiten
Das Grüne Bündnis (GB) und die Junge Alternative (JA!) stehen hinter dem Ziel, die Quartiermitwirkung weiterzuentwickeln und für Bevölkerungsgruppen zu öffnen, die bisher untervertreten waren. Das GB und die JA! äussern sich aber in der Vernehmlassung kritisch gegenüber dem Prozess und fordern zusätzliche Ressourcen und Instrumente.
Richtiges Ziel, holpriger Weg
Das GB und die JA! unterstützen die Ziele des Reformprojekts, Kommunikation und Sichtbarkeit der Quartierorganisationen und Mitwirkungsmöglichkeiten zu verbessern, bestimmte Strukturen zu professionalisieren und die Finanzierung der Quartierorganisationen einheitlich und nachhaltiger zu gestalten. Allerdings ist das Reformprojekt bisher noch unkonkret und die Flughöhe, auf denen die definierten Handlungsfelder besprochen werden, hoch. Es ist noch kaum abschätzbar, ob mit dem Reformprojekt die Quartiermitwirkung tatsächlich partizipativer, diverser und niederschwelliger wird. Das GB und die JA! erwarten deshalb eine baldige Konkretisierung der nächsten Schritte im Reformprozess.
Gelingensbedingungen
Damit die Mitwirkung in den einzelnen Stadtteilen tatsächlich geöffnet und einfacher zugänglich wird, braucht es partizipative Budgets, über welche die Bevölkerung der Stadtteile selbst entscheiden kann und finanzielle Ressourcen für Übersetzer*innen, Mehrsprachigkeit und einfache Sprache bei Informationen und Mitwirkungsprojekten. Weiter sollen das Instrument der Stadtteil-Motion und niederschwellige Gefässe zur punktuellen Mitwirkung eingeführt werden, damit auch Menschen aktiv an der Stadtteilentwicklung mitarbeiten können, für die kein langfristiges Engagement in Frage kommt.
Das GB und die JA! fordern die Stadt auf, das Reformprojekt in diese Richtung zu konkretisieren.