Städte haben ein enorm grosses Potenzial den Klimawandel aufzuhalten. Die Stadt Bern macht diesbezüglich schon viel, sollte aber noch mehr tun. An einer öffentlichen Veranstaltung des Grünen Bündnis Bern wurden die vielfältigen Möglichkeiten und Chancen der Stadt Bern, den Klimawandel zu bekämpfen, diskutiert. An der vorausstattfindenden Mitgliederversammlung hat das Grünes Bündnis die JA-Parole zu allen drei städtischen Vorlagen beschlossen und sich die für die Ablehnung der Spitalstandort-Initiative ausgesprochen.

Schneller als jemals zuvor schreitet der Klimawandel voran. Eine Reduktion der Treibhausgase ist nicht in Sicht. Das Klima erwärmt sich zum allergrössten Teil durch menschliche Aktivitäten – und zwar sehr viel schneller als ursprünglich angenommen. Städte können sich mit Massnahmen gegen Hitzewellen rüsten. Aber was machen die Städte gegen den Klimawandel? Seit der Verabschiedung des wegweisenden Klimaabkommens in Paris im Dezember 2015 hat der Bundesrat noch keinen kohärenten Plan zu dessen Umsetzung vorgelegt.
Daher sind die Städte gefragt, mit vielfältigen Massnahmen ihren Beitrag gegen den fortschreitenden Klimawandel zu leisten. An der Veranstaltung wurde der Klima-Masterplan der Klima-Allianz Schweiz vorgestellt, der den Klimaschutz als dringlichste und beste Massnahme gegen die Klimaerwärmung versteht. Zudem wurden konkrete Möglichkeiten aufgezeigt, wie das Klima in Städten mit Grünflächen und Freiräumen verbessert werden kann. Schliesslich wurde das, nach Mailänder Vorbild geplante, «grüne» Hochhaus in Chavannes-près-Renens präsentiert.

GB fordert «grünes Hochhaus» auf dem Mittelfeld und Klima-Offensive

Daraus ergibt sich für das Grüne Bündnis die Forderung, auf dem Mittelfeld ein vergleichbares «grünes» Hochhaus zu bauen. Dadurch könnte Bern Innovationen anstossen und eine Vorreiterrolle einnehmen. Die bisherigen Erfahrungen in Mailand zeigen, wie das begrünte Hochhaus einen grossen Beitrag zur Biodiversität leistet. Weitere Forderungen des Grünen Bündnis, um den KIimawandel aufzuhalten, umfassen die Weiterführung der energetisch sinnvollen Sanierungen von Schulhäusern, die Reduktion des Energieverbrauchs bei Neubauten sowie die konsequente Förderung des umweltverträglichen Verkehrs. Für das GB ist klar, dass die Schwimmhalle hohen energetischen Anforderungen entsprechen muss.
Zusammenfassend sagte Gemeinderats- und Stadtpräsidiumskandidatin Franziska Teuscher daher: «Als Gemeinderätin in der Stadt Bern setze ich mich für eine starke Klimapolitik der Städte ein. Die Aussichten sind klar: Es braucht breite und vielfältige Massnahmen, um das Klimaziel von maximal 2 Grad Erderwärmung zu erreichen. In der nächsten Legislatur braucht es dafür eine Klima-Offensive.»